Warteschleifen und Kosten von Servicerufnummern

Montag, 28. Dezember 2009

Beim Anrufen von Servicerufnummern können Kosten entstehen, dass weiß mittlerweile jedes Kind. Diese Kosten sind nicht immens, wie manche behaupten, sondern moderat und werden ausgewiesen bzw. bei bestimmten Servicenummern vor dem Gespräch auch angesagt. Der Anrufer wird informiert und kann das Gespräch jederzeit beenden. Die Diskussion um mögliche oder unmögliche Warteschleifen, die teilweise nur bei der 30 Prozent der Testanrufe auftraten, weil diese über eine Minute gedauert haben!, sind für den Anrufer zu verkraften, wenn am Ende des Telefonats ein vernünftiges Ergebnis erzielt werden konnte. Darüber hinaus müssen die Servicemitarbeiter auch bezahlt werden. Man denke nur an Zeiten, wo die Post noch das Monopol innehatte und überhaupt keine Verbindung zustande kam. Heute schreit alles gleich auf, wenn der Anrufer mal über eine Minute in der Warteschleife hängt.

Doch was Kosten die unterschiedlichen Servicerufnummern im Einzelnen:

0180 Nummern: Bei 0180 Nummern teilen sich Anrufer und Unternehmen die Kosten. Es gibt bei den 0180 Rufnummern fünf verschiedene Varianten, die jeweils unterschiedliche Kosten verursachen. Für die 0180-1 Nummer werden dem Anrufer 3,9 Cent  jede angefangene Minute aus dem Festnetz berechnet. Bei der 0180-3 Nummer fallen 9 Cent für jede angefangene Minute und bei 0180-5 Nummern 14 Cent an. Die Vorwahl 01802 wird mit einem Pauschalpreis abgerechnet. Der Verbraucher zahlt bei einer 01802 Nummer sechs Cent pro Anruf und auch für die 01804 Nummer fällt ein Pauschaltarif in Höhe von 20 Cent pro Anruf an. Ruft man 0180 Nummern vom Handy aus an, dann fallen bis zum 1. März 2010 noch unterschiedliche 0180 Gebühren an. Ab dem 1. März 2010 gelten für alle 0180 Verbindungen aus den Handynetzen einheitliche Verbraucherpreise. Für 0180 Nummern mit einem Minutentarif (01801, 01803 und 01805) gilt für Handy-Anrufe eine Obergrenze von 42 Cent pro Minute und für 0180 Servicenummern mit einem Pauschaltarif (01802 und 01804) dürfen nur noch maximal 60 Cent pro Anruf seitens der Mobilfunker berechnet werden.

0900 Nummern: Hinter 0900 Vorwahlen verbergen sich in aller Regel Mehrwertdienste oder Beratungsangebote, die sofort und bequem über die Telefonrechnung bezahlt werden können. Damit der Anruf nicht zu teuer wird, erfolgt vor jedem Gespräch eine Preisansage. Laut  Telekommunikationsgesetz liegt die Höchstgrenze für 0900 Nummern mit einem Minutentarif bei maximal 3,00 Euro und bei 0900 Servicenummern mit einem Blocktarif bei maximal 10,00 Euro pro Anruf.  Die Tarifansage vor jedem Gespräch ist für den Anrufer kostenlos.

0137 Nummern: Diese Servicerufnummern sind besonders bei Fernsehsendern und Verlagen als Gewinnspielhotlines und für Abstimmungen beliebt. Viele Sender nutzen 0137 Nummern als zusätzliche Einnahmequelle. Für die 0137-1 und 0137-5 Nummer werden pro Anruf pauschal 14 Cent aus dem Festnetz fällig. Bei der 0137-6 sind es 25 Cent, bei der 0137-7 wird ein Euro verlangt. Die 0137-8 und 0137-9 werden jeweils mit 50 Cent pro Anruf abgerechnet. Auch bei den 0137 Servicenummern weichen die Kosten für Handy-Anrufe deutlich ab.

118 Nummern: Bei diesen Auskunfts-Rufnummern sollte man vorsichtig sein. Hier kostet der Anruf pro Minute in der Regel 1,99 Euro. Die deutsche Telekom benutzt die 11833 als Auskunftsnummer. Lässt man sich weitervermitteln, dann fallen weitere Kosten an. Hier besser die Infos per SMS zusenden lassen.

0800 Nummern: Die 0800 Vorwahl ist die verbraucherfreundlichste Servicerufnummer, denn durch sie werden kostenfreie Anrufe bei allen Hotlines ermöglicht. 0800 Nummern kann man rund um die Uhr kostenlos anrufen. Sämtliche 0800 Kosten werden vom Unternehmen übernommen. Die Kostenübernahme gilt sowohl für Festnetz- als auch für Handygespräche.


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