Tierheime setzen auf Spendenhotlines

Mittwoch, 18. August 2010

Sommerzeit ist Tierheimzeit, so könnte man den traurigen Zustand kurz umschreiben, der sich jedes Jahr wieder in Deutschlands Tierheimen abspielt. Pünktlich zum Beginn der Sommerferien werden viele tierische Begleiter wie ein abgetragenes Kleidungsstück in Deutschlands Tierheimen abgegeben. Zum Weihnachtsfest wurde den Kindern ein Hund oder eine Katze geschenkt. Solche Geschenke erfordern eine gewisse Verantwortung, doch dieser sind immer weniger Menschen gewachsen. Dass Tiere nicht nur niedlich sind, sondern auch Arbeit und Kosten verursachen, daran wird in der Regel nicht gedacht. Mit Beginn der Ferienzeit stellen sich daher viele Tierbesitzer die Frage, wie man das neue Familienmitglied schnell wieder loswerden kann. Für viele kommt nur ein Tierheim in die nähere Wahl. Dies ist allemal besser, als wenn man das Tier in der Nacht auf einem Autobahnparkplatz aussetzt. Derzeit sind die Heime in Deutschland mit neuen Tieren geradezu überfüllt, die zur Urlaubszeit ihren Besitzern im Wege waren. Von kleinen Katzenbabys bis zu niedlichen Hundewelpen wird alles im Tierheim abgegeben. Man schätzt, dass zur Ferienzeit in Deutschland rund 70.000 Tiere in den Heimen abgegeben werden. Was das an Aufwand und Kosten bedeutet, kann sich sicher jeder vorstellen. Die Tiere müssen einer ärztlichen Untersuchung unterzogen werden und benötigen neben Zuwendung auch Nahrung. Der Deutsche Tierschutzbund fordert zwar immer wieder eine Erhöhung der öffentlichen Gelder, doch das ist in Krisenzeiten ein Problem, denn die öffentlichen Kassen sind so gut wie leer. Aus diesem Grund erreichen uns immer mehr Anfragen von Tierschutzorganisationen und von Tierheimen selbst, die eine Spendenhotline einrichten wollen. Wie empfehlen für diese Zwecke eine 01377 Servicenummer, die sowohl aus dem Mobilnetz als auch aus dem Festnetz angerufen werden kann. Der Spendenanruf kostet einen Euro und diesen sollte jeder übrig haben, der ein Herz für Tiere hat.


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