Posts Tagged ‘unerlaubte Telefonwerbung’

Samstag, 18. September 2010

Regierung will gegen Telefon-Abzocke vorgehen

Heute wird vieles am Telefon erledigt. Man ruft an oder wird angerufen, um eine Information einzuholen oder einen Kauf zu tätigen. Soweit, so gut. Nur werden leider immer mehr Verbraucher Opfer von Telefonterror mit dem Ziel, einen nicht gewollten Kauf zu tätigen. Damit soll nach dem Willen der Regierung nun bald Schluss sein, denn der Schutz vor Telefonabzocke ist bis heute nichtausreichend gewährleistet. Die Verbraucherminister der Länder wollen daher ein neues Gesetz auf den Weg bringen, dass am Telefon geschlossene Verträge künftig einer Unterschrift bedürfen. Mit der geplanten Regelung werden vor allem ältere Verbraucher besser vor Telefonabzocke geschützt, da diese Menschen oft arglos in die Anruffalle tappen und zudem noch bereitwillig ihre Bankdaten am Telefon herausgeben. Neben der schriftlichen Bestätigung des Vertrages sollen höhere Bußgelder gegen Call Center, die gegen die gesetzlichen Auflagen verstoßen haben, erhoben werden können. Wenn der Verbraucher etwas will, muss dieser selbst tätig werden, so sehen es die Verbraucherschutzminister der Länder auf ihrer Konferenz in Potsdam. Wenn ich eine Hotlinenummer anrufe, um einen Flug zu buchen, dann wähle ich diese Servicenummer aus freien Stücken. Wenn ich aber einen Anruf mit einem Gewinnversprechen erhalte, darf ich die angebende Hotlinenummer nicht zurückrufen. Das neue Gesetz soll zügig umgesetzt werden.

Obwohl im vergangenen Jahr neue gesetzlichen Regelungen in Kraft getreten sind, die den Verbraucher vor unerlaubter Telefonwerbung schützen sollen, haben die Beschwerden bei den Verbraucherverbänden gezeigt, dass die vorhandenen Regelungen nicht ausreichen.

In das neue Gesetz sollte unbedingt der Passus mit aufgenommen werden, dass am Telefon versprochene Gewinne auch eingeklagt werden können. In Österreich gibt es bereits ein solches Gesetz. Die Gegner eines solchen Gesetzes werden sicher wieder mit dem Arbeitsplatzargument auftauchen, aber sind Call Center Arbeitsplätze wirklich richtige Arbeitsplätze? Noch arbeiten nach meinem Kenntnisstand überwiegend Studenten und 400 Euro-Kräfte in vielen deutsche Call Centern. Wer guten Kundenservice anbieten möchte, der sollte auf kostenlose 0800 Rufnummern setzen.



Samstag, 20. Februar 2010

09113003820 unerlaubte Telefonwerbung?

Eine ganze Reihe von Verbrauchern wird dieser Tage wieder von Anrufen mit der Telefonnummer 09113003820 genervt. Dabei handelt es sich aber um keine 0900 Nummer, also keine Angst, sonder eher um eine ganz normale Telefonnummer eines Call Centers, welches vorgibt, eine Einwilligung zur Durchführung des Anrufes vorliegen zu haben. Fordern sie diese Einwilligung ruhig mal an. Lassen Sie sich zeigen, wann sie was unterzeichnet haben sollen. In den meisten Fällen legen die Mitarbeiter dann schnell den Hörer auf, aber anhand der mit gesendeten Rufnummer, lässt sich der Anrufer schnell ermittelten. Die 0911 ist die Vorwahl der Stadt Nürnberg. Insofern kann man davon ausgehen, dass das Call Center sich dort befindet. Bevor man sich also am Telefon mit allen möglichen Gewinnspielen zu texten lässt, sollte man sich die Anrufer-Genehmigung zeigen lassen. Sollte diese Einwilligung seitens des Anrufers nicht vorgelegt werden können, dann ist der Anruf illegal.

Wer wissen will, wer hinter der Telefonnummer 09113003820 steckt, kann sich an die Bundesnetzagentur wenden. Die Bundesnetzagentur benötigt für jede Meldung das Datum, die Uhrzeit und den Namen des Mitarbeiters, um tätig werden zu können.

Nun arbeitet nicht jedes Call Center unseriös, aber die Schwarzen Schiffe gilt es zu eliminieren. Wer sich gern über Angebote informieren lässt, der kann seine Daten weitergeben. Wem diese Anrufer auf Dauer zu lästig sind, weil diese meistens zu einer Tageszeit erfolgen, wo man weiß Gott wirklich andere Dinge zu erledigen hat, der vermeidet einfach die Weitergabe seiner Daten im Internet oder die Teilnahme an Gewinnspielen aller Art. Diese Gewinnspiele dienen ohnehin nur dem Zweck des Datensammelns. Die gesammelten  Daten werden dann munter weiterverkauft und so wundert man sich dann, woher die eine oder andere Firma die privaten Daten herhat.