Mit Rentenversprechen kann man Geld verdienen. Dies muss sich wohl auch eine Firma aus Bremen gedacht haben, die derzeit an Ostdeutschen Senioren Briefe mit angeblichen Rentenbonuszahlungen versendet. Einer Rentnerin aus Döbeln bei Leipzig wurde beispielsweise ein Rentenbonus in Höhe von bis zu 4.663,00 Euro versprochen. Der Brief kam aus Bremen von einer Info-Zentrale Bremen ohne richtige Anschrift und nur mit einer Postfachadresse versehen. Bei Briefen mit einer Postfachadresse sollte man äußerst vorsichtig sein und diese, auch gegen den inneren Schweinehund nicht öffnen, sofort in den Müll verwerfen. Die Masche ist immer gleich. So hat man den guten Adressesat nach anwaltlicher Prüfung in den Kreis der für eine Rentenbonuszahlung vorgesehenen Teilnehmer aufgenommen. Eigentlich denkt man bei so einem Brief gleich an eine 0900 Abzocke, doch in diesem Fall ist keine 0900 Servicenummer zu entdecken.
Hinter diese Masche steckt das System Kaffeefahrt, denn die Adressaten müssten sich zur Abwicklung der Modalitäten in ein Info-Zentrum des Landkreises begeben. Um die Anreise zu erleichtern, werden kostenlose Verkehrsmittel bereitgestellt. Die Rentenbonusauszahlung soll dann in einem feierlichen Rahmen stattfinden. Jeder Teilnehmer müsste nur noch die beiliegende Antwortkarte ausfüllen und innerhalb von sieben Tagen zurücksenden, sonst würde der Rentenbonus verfallen. Und an dieser Stelle schnappt die Falle zu. Die Betrüger bauen Druck auf und kommen so an wertvolle Kundendaten, die für weitere Betrügereien verwendet werden können. Geben Sie deshalb niemals ihre Kontodaten preis. Die Betrüger fackeln nicht lange und buchen munter kleinere Beträge von ihrem Konto ab. Wer nicht täglich seine Kontoauszüge kontrolliert, der kann sich eines Tages wundern, warum sein Konto leergeräumt worden ist.




