Schön waren die Zeiten, als es noch viele Dinge kostenlos gab. Gut, vieles ist ja immer noch kostenlos, zum Glück. Obwohl Verleger langsam aber sicher ihren Unmut darüber äußern, dass Informationen im Internet kostenfrei angeboten werden. Doch was soll man dagegen unternehmen? Der Internetuser wurde von Anfang diesbezüglich verwöhnt und er weiß, Informationen waren und sind im Internet kostenlos zu haben. Diese Politik rächt sich nun. Eine Umkehr ist wohl schwerlich hinzubekommen. Selbst wenn man Informationen auf der einen Seite gebührenpflichtig anbieten möchte, findet sich auf der anderen Seite immer irgendeiner der diese Inhalte auf anderen Seiten zum Nulltarif anbietet.
Im Bereich der Servicerufnummern war alles einige Jahre lang kostenlos. Die Provider erwarben Servicerufnummern über die Regulierungsbehörde, öffneten diese und gaben die Unternummern an ihre Kunden weiter. Nach den Bestimmungen der Bundesnetzagentur wurde diesem Treiben via Erlass vom 7. Dezember 2008 ein Ende gesetzt. Nunmehr muss jeder Kunden eine eigene 0180 Nr. bei der Bundesnetzagentur zum Einmalbetrag von 62,50 Euro erwerben. Von diesem Betrag geht die Welt nicht unter. Schließlich benötigt Vater Staat jede Menge Geld, um unser Land wieder aus der Wirtschafts- und Finanzkrise zu hieven.
Jetzt bleiben nur noch die Mobilunker übrig, denn auch die möchten einen Teil von dem Servicenummerngeschäft inkassieren. So wird ebenfalls seit diesem Jahr für die Einrichtung von Servicenummern in den Mobilfunknetzen dreißig Euro erhoben. Werden die Servicerufnummern nicht für die Mobilfunknetze eingerichtet, dann kann man diese vom Handy aus nicht anwählen. Doch zum Glück sind dies auch nur einmalige Kosten. Weitere Kosten für 0180er Nummern fallen bei uns nicht an. 0180 Nr kostenlos, es war einmal, leider.




