Warum eigentlich keine 0900 Nummern anrufen? Wenn der 0900 Dienst angemessen ist, kann man 0900 Servicenummern durchaus anrufen. Es gibt keinen Grund, dies nicht zu tun. Für beider Partner, also für den Anrufenden als auch für den 0900 Betreiber, ist die Abrechnung der Dienstleistung über eine 0900 Nummer ein gutes Geschäft. Der Anrufer wünscht eine hochwertige Information, die nicht von unqualifizierten Praktikanten erteilt werden kann, sondern von einem erfahrenen Mitarbeiter des Unternehmens. Der Mitarbeiter wird somit quasi über die Servicenummer 0900 vergütet. Der 0900 Anbieter hat keinen großen Aufwand. Für ihn entfällt die Rechnungsstellung. Ohne eine 0900 Rufnummer müsste der Anrufer seine persönlichen Daten bekanntgeben, damit überhaupt eine Rechnung erstellt werden kann. Mittels einer 0900 Telefonnummer erfolgt die Abrechnung für beide Seiten bequem über die Telefonrechnung. Der Anrufer zahlt den für das Gespräch im Vorfeld vereinbarten Minutenpreis über die Rechnung seines Telefonanbieters. Dieser überweist das Geld an einen 0900 Serviceprovider und dieser wiederum, schüttet es via Gutschrift auf das Konto des 0900 Besitzers aus. Es muss also keine separate Rechnung seitens des Unternehmens an den Anrufer gestellt werden.
Würde sich das Unternehmen seine Dienstleistung am Telefon mittels Überweisung bezahlen lassen, müssen die Adressdaten des Anrufers erfragt werden. So eine Rechnungsstellung ist mit einem erheblichen Aufwand verbunden. Auch der Anrufer hat Arbeit, er muss diese Rechnung überweisen. Rechnet man die aufgeführten Arbeitsgänge für beide Geschäftspartner einmal zusammen, dann steht der Aufwand in keinem vernünftigen Verhältnis zur Einfachheit von 0900 Servicenummern. Kleiner Bezahldienste sollten deshalb immer über eine 0900er Rufnummer beglichen werden. Rechnet man eine Facharbeiterstunde zusammen, dann kommt man locker auf einen Stundenlohn von 70 bis 80 Euro. Dieser Betrag würde auch für den Anbieter 0900 bei einem Minutenpreis von 1,99 Euro erzielt werden können.






