Archiv für den Monat Februar 2010

Donnerstag, 25. Februar 2010

Kopplung von Gewinnspielen EuGH

Gewinnspiele sind für Unternehmen ein wichtiges Instrument, um Verbraucher für neue Produkte bzw. Angebote zu begeistern. Bei einem Gewinnspiel werden meist attraktive Preise ausgelobt. So kann man beispielsweise ein iphone oder ein Auto gewinnen. Je nach Preis wachsen die Teilnehmerzahl und das Interesse für das Gewinnspiel überproportional. Fast jedes Gewinnspiel ist mit einer Servicerufnummer versehen, so dass die Teilnehmer mit dem Unternehmen in Kontakt treten können. Wir meinen aber hier keine 0900 Nummern, die teilweise von unseriösen Gewinnspielveranstaltern zur Abzocke missbraucht werden, sondern vielmehr 0180iger Kontaktnummern oder die für Gewinnspiele vorgesehenen 0137 Nummern.

Für Unternehmen, die auf seriöse Gewinnspiele setzen, dürfte die aktuelle Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes sehr interessant sein. Hat das deutsche Wettbewerbsrecht die Gewinnspielwerbung bis dato sehr restriktiv geregelt, erlaubt die Entscheidung des EuGH nunmehr die Kopplung von Gewinnspielen. Was meinen die Richter am EuGH mit ihrer Entscheidung? Ein Unternehmen aus dem Lebensmittelbereich hat seinen Kunden unter dem Slogan „Einkaufen, Punkte sammeln, gratis Lotto spielen“ den Einkauf in seinen Filialen schmackhaft gemacht. Wer also Waren in diesem Supermarkt eingekauft hat, der konnte Punkte sammeln. Hatte man zwanzig Punkte zusammen, dann wurde eine kostenlose Teilnahme am Toto-Lotto-Spiel möglich. Das deutsche Wettbewerbsrecht sieht darin eine unsachliche Beeinflussung des Verbrauchers und eine Ausnutzung der Spielsucht. Nach § 4 Nr. 6 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) ist die Teilnahme an einem Gewinnspiel mit einem Warenerwerb zu verknüpfen verboten. Man spricht hier von einem sogenannten Kopplungsverbot.

Der EuGH hat mit Urteil vom 14.01.2010 (Rs. C 304/08) diese Regelung des Kopplungsverbots für unzulässig erklärt. Weitere Infos zur Vorgehensweise sind aus dem Urteil zu entnehmen.



Dienstag, 23. Februar 2010

Rentenbonus versprochen

Mit Rentenversprechen kann man Geld verdienen. Dies muss sich wohl auch eine Firma aus Bremen gedacht haben, die derzeit an Ostdeutschen Senioren Briefe mit angeblichen Rentenbonuszahlungen versendet. Einer Rentnerin aus Döbeln bei Leipzig wurde beispielsweise ein Rentenbonus in Höhe von bis zu 4.663,00 Euro versprochen. Der Brief kam aus Bremen von einer Info-Zentrale Bremen ohne richtige Anschrift und nur mit einer Postfachadresse versehen. Bei Briefen mit einer Postfachadresse sollte man äußerst vorsichtig sein und diese, auch gegen den inneren Schweinehund nicht öffnen, sofort in den Müll verwerfen. Die Masche ist immer gleich. So hat man den guten Adressesat nach anwaltlicher Prüfung in den Kreis der für eine Rentenbonuszahlung vorgesehenen Teilnehmer aufgenommen. Eigentlich denkt man bei so einem Brief gleich an eine 0900 Abzocke, doch in diesem Fall ist keine 0900 Servicenummer zu entdecken.

Hinter diese Masche steckt das System Kaffeefahrt, denn die Adressaten müssten sich zur Abwicklung der Modalitäten in ein Info-Zentrum des Landkreises begeben. Um die Anreise zu erleichtern, werden kostenlose Verkehrsmittel bereitgestellt. Die Rentenbonusauszahlung soll dann in einem feierlichen Rahmen stattfinden. Jeder Teilnehmer müsste nur noch die beiliegende Antwortkarte ausfüllen und innerhalb von sieben Tagen zurücksenden, sonst würde der Rentenbonus verfallen. Und an dieser Stelle schnappt die Falle zu. Die Betrüger bauen Druck auf und kommen so an wertvolle Kundendaten, die für weitere Betrügereien verwendet werden können. Geben Sie deshalb niemals ihre Kontodaten preis. Die Betrüger fackeln nicht lange und buchen munter kleinere Beträge von ihrem Konto ab. Wer nicht täglich seine Kontoauszüge kontrolliert, der kann sich eines Tages wundern, warum sein Konto leergeräumt worden ist.



Montag, 22. Februar 2010

Servicenummern 0800

Wie gut, dass es Servicenummern 0800 gibt. Diese Servicenummern sind kostenlos für jeden Anrufer und bewähren sich deshalb in Krisenzeiten besonders gut. Derzeit haben wir eine kleine Krise auf unseren Flughäfen, weil die Piloten der Lufthansa sich im Streik befinden. Streik ist irgendwie ein Instrument aus dem letzten Jahrhundert. In der heutigen Zeit sollte man gerade froh sein, wenn man noch ein paar Jahre einen tollen Job ausüben darf. Als Pilot bei der Lufthansa hat man sicher einen sehr guten Job. Viele Jungendliche träumen von einem Arbeitsplatz hoch über den Wolken. Für die Lufthansa bedeutet dieser Streik ein Umsatzverlust und zusätzlichen Aufwand. Verärgerte Passagiere, die kein Verständnis für den Streik haben und harte Gewerkschafter, die meinen, mit dem Kopf durch die Wand zu müssen. Streiken ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Die Lufthansa versucht jetzt den Pilotenstreik per Einstweiliger Verfügung zu stoppen.

Damit wenigstens die Passagiere beruhigt werden können, hat die Lufthansa Servicenummern 0800 geschaltet sowohl für die Lufthansa selbst als auch für ihre Tochterfirma Germanwings, die im Übrigen auch bestreikt wird. In wenigen Minuten hat die Lufthansa reagiert und diese beiden kostenlosen Servicenummern 0800 für ihre Kunden eingerichtet. Nunmehr können sich die Passagiere über mögliche Änderungen kostenlos informieren. Dies ist das mindeste, was die Lufthansa für ihre Kunden unternehmen kann. Streik fällt meines Wissens unter höhere Gewalt und so kann man nur versuchen, die Kunden nicht allzu sehr zu verärgern.

Dem guten Ruf der Lufthansa wird der Streik jedoch nicht schaden. Für mich ist die Lufthansa immer noch eine sehr gute und sichere Fluglinie. Obwohl die aktuellen Störungen lästig sind, werde ich auch weiterhin mit der Lufthansa fliegen. Man kann nur hoffen, dass entweder der Einstweilgen Verfügung stattgegeben wird oder die Piloten ihren unsinnigen Ausstand schnellstmöglich beenden.



Sonntag, 21. Februar 2010

kostenfreie Hotlines Lufthansa und Germanwings

Am Montag wird es ernst, denn die Piloten der Lufthansa treten in den Generalstreik. Eine Einigung zwischen der Gewerkschaft Cockpit und der Lufthansa konnte nicht erzielt werden. Dies ist für viele Reisende sehr ärgerlich, vor allem, weil man irgendwie immer das Gefühl hat, dass nur die Piloten und die Metaller streiken. In anderen Berufsgruppen geht es weitaus gesitteter zu. Wer in einem mittelständischen Unternehmen tätig ist, der wird wahrscheinlich im Leben noch nie gestreikt haben. Zu groß sind die Sorgen und Nöte um den Verlust des Arbeitsplatzes, denn viele Mittelständler kämpfen tagtäglich um neue Aufträge und um den Bestand ihrer Firma. Die Lufthansa-Piloten können die Vorteile eines großen Unternehmens nutzen. Von diesen Vergünstigungen können Beschäftige in kleineren Unternehmen nur träumen. Da die Piloten aber an einer exponierten Stelle tätig sind, können diese mit ihrem Streik einen großen Schaden anrichten, als der Angestellte in einem zehn Mann-Betrieb.

Die Bahn profitiert vom Ausstand der Piloten und ist nach eigenen Angaben auf den Streik vorbereitet.

Die Lufthansa-Zentrale hat eine kostenfreie Hotline für alle Flugreisende eingerichtet. Unter der 0800 Servicenummer:

0800 – 850 60 70

werden Auskünfte hinsichtlich des Flugplanes erteilt. Zwei von drei Flügen könnten gestrichen werden. Die Lufthansa versucht so viele Ersatzpiloten wie möglich zu organisieren, um den Flugbetrieb weitgehend aufrechtzuerhalten. Auch die Maschinen der Tochterfirma Germanwings werden wohl in den Lufthansa-Flugplan integriert werden.

Germanwings ist ebenfalls unter einer kostenfreien Hotline zu erreichen:

0800 – 66 44 935

Wer möchte kann unter den angegebenen kostenfreien Hotlines seine Flüge stornieren und stattdessen auf eine Telefonkonferenz zurückgreifen.



Samstag, 20. Februar 2010

09113003820 unerlaubte Telefonwerbung?

Eine ganze Reihe von Verbrauchern wird dieser Tage wieder von Anrufen mit der Telefonnummer 09113003820 genervt. Dabei handelt es sich aber um keine 0900 Nummer, also keine Angst, sonder eher um eine ganz normale Telefonnummer eines Call Centers, welches vorgibt, eine Einwilligung zur Durchführung des Anrufes vorliegen zu haben. Fordern sie diese Einwilligung ruhig mal an. Lassen Sie sich zeigen, wann sie was unterzeichnet haben sollen. In den meisten Fällen legen die Mitarbeiter dann schnell den Hörer auf, aber anhand der mit gesendeten Rufnummer, lässt sich der Anrufer schnell ermittelten. Die 0911 ist die Vorwahl der Stadt Nürnberg. Insofern kann man davon ausgehen, dass das Call Center sich dort befindet. Bevor man sich also am Telefon mit allen möglichen Gewinnspielen zu texten lässt, sollte man sich die Anrufer-Genehmigung zeigen lassen. Sollte diese Einwilligung seitens des Anrufers nicht vorgelegt werden können, dann ist der Anruf illegal.

Wer wissen will, wer hinter der Telefonnummer 09113003820 steckt, kann sich an die Bundesnetzagentur wenden. Die Bundesnetzagentur benötigt für jede Meldung das Datum, die Uhrzeit und den Namen des Mitarbeiters, um tätig werden zu können.

Nun arbeitet nicht jedes Call Center unseriös, aber die Schwarzen Schiffe gilt es zu eliminieren. Wer sich gern über Angebote informieren lässt, der kann seine Daten weitergeben. Wem diese Anrufer auf Dauer zu lästig sind, weil diese meistens zu einer Tageszeit erfolgen, wo man weiß Gott wirklich andere Dinge zu erledigen hat, der vermeidet einfach die Weitergabe seiner Daten im Internet oder die Teilnahme an Gewinnspielen aller Art. Diese Gewinnspiele dienen ohnehin nur dem Zweck des Datensammelns. Die gesammelten  Daten werden dann munter weiterverkauft und so wundert man sich dann, woher die eine oder andere Firma die privaten Daten herhat.



Freitag, 19. Februar 2010

09005099400 Carmen Götz BMW gewonnen

Gestern war ein lachender Chef der BNTZA im Fernsehen und teilte den Zuschauern mit, dass die 0900 Abzocknummern der Firma

Y2M Media Limited

Great Hampton Street 69
B18 6 EW Birmingham

GROSSBRITANNIEN

präventiv abgeschaltet werden. Doch gerade eben erhielten wir im Büro einen Anruf mit derselben Gewinnmitteilung wie immer. BMW mit Sprit oder 30.000 Euro gewonnen. Da kann man nur lachen und sich wundern, dass die BNTZA noch immer nicht sämtliche 0900 Servicenummern dieser bereits seit langem bekannten Firmen abgeschaltet hat.



Freitag, 19. Februar 2010

Westerwelle und Hartz IV

Was für ein Wirbel um die Aussage von Westerwelle, dass sich Arbeit wieder lohnen muss und derjenige, der jeden Morgen zur Arbeit fährt, muss einfach mehr verdienen, als einer, der zu Hause bleibt. Westerwelle hat doch recht. Es kann doch nicht sein, dass man für 1.300 Netto den ganzen Tag malochen geht und eine Hartz IV-Familie mit 1.000 Netto, einer warmen Wohnung, kostenlosem Fernsehprogramm und einem gut gefüllten Kühlschrank halbwegs gut über die Runden kommt. Die 300 Euro mehr gehen für Fahrtkosten und Imbiss drauf, warum soll man dafür arbeiten gehen? Da bleibt man doch lieber gleich zu Hause. Kann sich um die Kinder kümmern und im Sommer ausgedehnte Ausflüge mit Rad unternehmen. Der Arbeiter muss einfach mehr Geld bekommen. Hartz IV kann heute jedem passieren, gewollt oder ungewollt. Und diesen Leute muss auch geholfen werden, nur darf man sich nicht jahrelang damit einrichten. Teilweise gibt es in Berlin Bezirke, wo Menschen seit Jahren von Hartz IV leben, einen ein Euro Job ablehnen und sich keineswegs um Arbeit bemühen. Dann gibt es die, die sich ehrlich bemühen, aber auch sagen, lohnt sich doch gar nicht. Jeden Tag zwei Stunden zur Arbeit fahren für 300 Euro mehr Netto in der Tasche, ohne mich.

Hier ist die Politik gefordert. Arbeit muss sich wieder lohnen. Wie wäre es mit einem Steuersatz von 10 Prozent auf alle Einkommen unter 2.000 Euro Brutto? Dann bleibt für den Familienvater wieder was übrig. Im Mittelalter musste nur jeder zehnte Teil abgegeben werden, heute müssen wir fast die Hälfte von unserem Einkommen abgeben und niemand tut etwas dagegen. Westerwelle hat recht. Es muss sich etwas ändern. Vollversorgung im Notfall gern, aber nicht unbedingt auf Dauer und nicht ohne Anreiz, diese wieder abzugeben.



Donnerstag, 18. Februar 2010

09005099200

09005099200 auch wieder Carmen Götz – nicht anrufen, Carmen Götz verschenkt keine BMWs und die Bundesnetzagentur schaltet leider noch immer nicht präventiv die 0900er Nummern dieser Firmen ab. Die Bundesnetzagentur nimmt zu den Gewinnanrufen heute bei Kerner, Sat1 Stellung. Unbedingt anschauen.



Mittwoch, 17. Februar 2010

Lufthansa Streik Servicenummer – kostenlose Hotline

Droht auf deutschen Flughäfen ein Chaos? Gerade hat uns die Meldung erreicht, dass der Lufthansa wohl der größte Streik in ihrer Geschichte drohen könnte. Die Pilotenvereinigung Cockpit hat für einen Arbeitskampf gestimmt, so dass man unter Umständen noch in dieser Woche mit beginnenden Behinderungen auf den Flughäfen rechnen sollte.

Wer beruflich viel mit der Lufthansa unterwegs ist oder in den Urlaub starten möchte, der sollte vorher die Hotline der Lufthansa anrufen und nachfragen, ob sein Flug planmäßig startet.

Drei Lufthansa Servicenummern stehen zur Verfügung:

0800 – 8 50 60 70 kostenlos

01805 – 83 84 26

und die

01805 – 805 805

Beide 0180 Telefonnummern kosten 14 Cent/Min. aus dem Festnetz und max. 42 Cent/Min. aus den Mobilnetzen. Wir haben die Hotline getestet und erhielten sofort Auskunft über unseren bevorstehenden Flug.

Doch warum wollen die Piloten der Lufthansa eigentlich in den Streik treten? Die Pilotenvereinigung hat bereits im Dezember 2009 6,4 Prozent mehr Lohn gefordert, doch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten kann man auch bei der Lufthansa nicht mehr aus dem vollen schöpfen. Bei der Lufthansa sind im Zuge der Finanzkrise die Passagierzahlen und der Gewinn zurückgegangen. Man fliegt eben wieder Economy statt Business. So muss auch hier gespart werden, damit die Lufthansa wettbewerbsfähig bleibt. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, hat sich die Lufthansa-Führung für die Auslagerung von bestimmten Bereichen in billigere Tochtergesellschaften entschlossen. Der bevorstehende Arbeitskampf durfte sich in erster Linie gegen die geplanten Auslagerungen richten.



Mittwoch, 17. Februar 2010

0190 Nummern

Heute hatten wir wieder eine lustige Anfrage von einer netten Dame, die unbedingt und am liebsten sofort eine 0190 Rufnummer nutzen wollte. Sie hätte da eine super Idee und möchte diese gern mit einer 0190 Rufnummer in die Tat umsetzen. Leider gehörte die Dame zu der Sorte von Frauen, die gern reden und dabei vergessen, dass der Mensch gegenüber auch mal etwas sagen möchte. So ergoss sich ein Redeschwall durchs Telefon auf unseren Mitarbeiter, der sich geduldig alles anhörte und sich ein Lächeln nicht verkneifen konnte. Doch zum Glück geht auch dem redseligsten einmal die Puste aus, so dass unser Kollege schließlich zum Zug kam und der jungen Dame einige Dinge erklären konnte. Zum Beispiel kann man keine 0190 Nummer mehr kaufen, weder im Kaufhaus noch bei der Bundesnetzagentur. Die Bundesnetzagentur hieß vormals Regulierungsbehörde und diese Behörde hat seinerzeit 0190 Nummern vergeben. Man musste an dieser Stelle eine 0190 Nummer beantragen. War der 0190 Antrag erfolgreich, dann konnte man die Servicerufnummer bei einem 0190 Anbieter schalten lassen. Ja, so war das damals, nur kann man heute keine 0190 Nummer mehr einrichten lassen. Als die junge Dame die Antwort unseres Kollegen vernommen hatte, kehrte für einen kurzen Moment Stille ein. Sie musste wohl erst einmal diese Information verdauen, dass es keine 0190 Nummern mehr gibt. Nach wenigen Sekunden hatte sie sich wieder gefangen und fragte uns nach einer Alternative. An dieser Stelle konnten wir der jungen Dame weiterhelfen und ihr die Vorteile von 0900 Rufnummern erläutern. Jetzt verdient sie ihr Geld mit 0900 Nummern.