Sonntag, 12. April 2009
Der Preis ist heiß, so hieß das doch früher in einer Sendung des privaten Fernsehens. Endlich konnte man 24 Stunden am Tag in die Röhre schauen. Vorbei die Zeiten, in denen um 24.00 Uhr das Testbild ausgestrahlt wurde und alles in die Betten hüpfte. Als ich 1991 meine Weisheitszähne gezogen bekam, war das wirklich eine Erleichterung. Bei den Schmerzen konnte man ohnehin nicht viel machen, außer Fernsehen zu schauen. Zu dieser Zeit gab es aber noch keiner dieser Call-In Sendungen, weil es noch keine Sonderrufnummern in Deutschland gegeben hatte. Die Deutsche Post hatte noch das Telefonmonopol und wer telefonieren wollte, der musste für längere Ferngespräche ganz schön in die Tasche greifen. Erst als sich 1998 der Markt öffnete, sanken die Preise für das Telefonieren kräftig und 0190 er Nummern kamen auf den Markt. Die 0190 Telefonnummern hatten einen vergebenen Preis und hielten Einzug in die deutsche Unterhaltungskultur. Dienstleistungen am Telefon abzurechnen, wurde einfach und gut. Mit dem Wegfall der 0190er Gasse schlug dann die Stunde der 0900 er Nummern. Diese ersetzen die 0190er Nummern, waren frei tarifierbar und mit einer Preisansage versehen. Eine Erleichterung für viele Verbraucher, die schlechte Erfahrungen mit den alten 0190 Nummern gesammelt hatten. Als seriöse Sondernummer haben sich die 09001 Nummern etabliert. Die 09001 Preise liegen zwischen 0,49 und 1,99 Cent pro Minute. Über die 09001 werden hauptsächliche kompetente Beratungsgespräche Geführt beispielsweise zu Soft- oder Hardware Problemen. Vor jedem Gespräch erfolgt eine Preiseansage, so dass jeder Verbraucher die 09001 Preise präsent hat. Schließlich sollen die Anrufer zufrieden sein und sich nicht erschrecken, wenn sie später ihre Telefonrechnung erhalten.




